Enttäuschung nach dem Abschneiden der AfD bei der Europawahl 2024
Reinhold Würth, der sogenannte „Schraubenkönig“ ist enttäuscht über das Wahlergebnis der Alternative für Deutschland bei der Europawahl 2024. Nun denkt er über etwaige Konsequenzen betreffend seiner Standorte und Investitionen in Deutschland nach.
Gezielte Einflussnahme vor der Europawahl?
Bereits einige Wochen vor der Wahl zum Europäischen Parlament hatte der Milliardär seine Mitarbeiter in einem fünfseitigen Schreiben dazu aufgerufen, die Alternative für Deutschland nicht zu wählen. Offen stellte er als Unternehmer sein Demokratieverständnis zur Schau und wandte sich mit eindringlichen Worten an die Protestwähler, nicht aus „Spaß an der Freude Rabatz zu machen und aus Unmut über die Ampel die Alternative für Deutschland zu wählen“. Zu seinem Entsetzen und trotz groß aufgebauschter Medienberichterstattung konnte er selbst in Künzelsau, dem Wahlkreis an dem der Firmenhauptsitz ansässig ist, einen großen Zugewinn an Stimmen für die Alternative für Deutschland nicht verhindern. Der Versuch, gezielt Einfluss auf die Wahlentscheidung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu nehmen, stellte sich also als Fehlschlag heraus. Selbst die im Fernsehen interviewten Mitarbeiter, welche wahrscheinlich nicht aus der Arbeiterbelegschaft stammten, konnten die Bevölkerung nicht auf regierungstreue Linie bringen.
Viele Klein- und mittelständischen Unternehmen in ganz Deutschland haben mit großen Unmut und Unverständnis auf die Äußerungen von Reinhold Würth reagiert. Die Bereitschaft, angesichts dieser deplatzierten Stimmungsmache gegen eine demokratische Oppositionspartei ihre Geschäftsbeziehungen weiterhin zu pflegen, ist stark gesunken und viele Kunden haben sich vom Unternehmen Würth abgewendet. Nach eigenen Aussagen Reinhold Würths gegenüber dem „Handelsblatt“ habe das Unternehmen einen Umsatzeinbruch von 1,5 Millionen Euro zu verbuchen, welcher auf das Schreiben und die damit gezielte Einflussnahme in die demokratische Meinungsbildung zurückzuführen ist. Einsichtig zeigt sich Reinhold Würth aber dennoch nicht und schießt weiterhin gezielt gegen die Alternative für Deutschland.
AfD-Mitglieder und Wähler als Rechtsextremisten verunglimpft
Selbst mit unverschämten Unterstellungen und Verunglimpfungen hält sich der Vorsitzende des Aussichtrates seines Unternehmens nicht zurück. Gerade seine Interpretation des Begriffs Remigration stößt in großen Teilen des Gesellschaft auf Unverständnis. Nach seiner Denkweise müsste ein Großteil unserer Bevölkerung mit Migrationshintergrund Deutschland bei einer Regierungsbeteiligung der Alternative für Deutschland verlassen und er könne sich die Folgen nicht vorstellen, wenn diese Menschen in seinem Unternehmen fehlen würden. Allem Anschein nach hat Herr Würth das Parteiprogramm der AfD nie gelesen und er vermischt die Begriffe Asyl und Migration auf gewohnte Art und Weise. An dieser Stelle würde ich ihm das Studium des AfD-Parteiprogramms nahe legen, vielleicht erkennt Reinhold Würth seine unkorrekte und falsche Interpretation auf so einige politische Standpunkte. Zu seinem Leidwesen sollte man ihm eine Tatsache deutlich vor Augen führen, nämlich das viele Menschen mit Migrationshintergrund die Alternative für Deutschland wählen und das nicht nur wegen einer desaströsen Politik der Ampelregierung, sondern auch Unternehmern wie Reinhold Würth unsere Demokratie zu erklären.
Drohen jetzt Repressalien oder sogar Kündigungen?
Es ist schon etwas anmaßend und oberlehrerhaft unserer Wirtschaft und Politik mit Investitionsstopps und Verlagerungen von Produktionsstätten zu drohen und hiermit den Verlust von tausenden von Arbeitsplätzen in Kauf zu nehmen, nur weil der kleine Mann, der Arbeiter auch in seinem Unternehmen, eine für ihn nicht akzeptable demokratische Entscheidung getroffen hat. Drohen jetzt Arbeitern im Unternehmen Würth Repressalien oder sogar Kündigungen falls deren Wahlentscheidung publik werden sollte? Man könnte davon ausgehen, gerade im Hinblick auf die Aussagen des Bertelsmann-Chefs Thomas Rabe in einem Zeitungsinterview, als er Mitarbeitern, welche die AfD unterstützen, ein Nachdenken über eine Kündigung nahe legt.
„Diese Mitarbeiter sollten sich prüfen, ob sie zu uns und unseren Werten passen. Wenn nicht, würde ich mir jedenfalls überlegen, ob Bertelsmann das richtige Unternehmen für mich ist“
Thomas Rabe
Durch solche Äußerungen und Statements spiegelt sich eine antidemokratische und erschreckende Denkweise in den Köpfen mancher deutscher Unternehmer wider, welche in blindem Gehorsam Meinungen der Ampelregierung wiedergeben. Es sollte untersucht werden, ob nicht vielleicht großzügige finanzielle Unterstützung die Meinungen und Vorgehensweisen vieler Unternehmer in Deutschland den Ausschlag für die politische Einstellung gibt. In den Vereinigten Staaten von Amerika erkennt man sehr deutlich anhand des Sponsor-Pickerls von welchem Unternehmen der jeweilige Politiker gekauft wurde. Dies wäre in Deutschland anstelle einer Parteienfinanzierung sicherlich eine belustigende Erfahrung wenn die Nadelstreifen auf den Anzügen vor lauter Sponsorenansteckern- und Aufnähern nicht mehr erkennbar sind. Gerade wenn Unternehmen sich sehr stark in politische Angelegenheiten einmischen, sollten die Bürgerinnen und Bürger der Spur des Geldes folgen und in welchem Land die Steuern bezahlt werden, um die wahren Absichten dahinter zu erkennen.
Fazit
Das Abstimmungsverhalten der Wählerinnen und Wähler in sehr vielen europäischen Ländern war ein deutliches Zeichen, dass die Bevölkerung einen Politikwechsel möchte. Gerade bei uns in Deutschland bekamen die Ampelparteien eine schallende Ohrfeige durch den Souverän, besonders die verfehlte und planwirtschaftliche, ideologische Politik der Grünen, welche unsere Wirtschaft in Grund und Boden stampft, stand bei der Wahlentscheidung in einem klaren Fokus. Von Erkenntnis und Einsicht keine Spur. Wenn es nach der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, insbesondere Frau Esken geht, dann ist der Wähler schuld aber nicht die eigene, ungesehene Inkompetenz. Schnell driften die Ampelparteien und Menschen, wie in diesem Fall Reinhold Würth, in ideologische und verachtungswürdige Denkmuster ab, in denen die Bürgerinnen und Bürger als Rechtsextreme und im schlimmsten Fall als Nationalsozialisten abgestempelt und beleidigt werden. Vermutlich lassen die oben erwähnten Repressalien und sogar Kündigungen nicht lange auf sich warten. Ich empfehle Unternehmern wie Herr Reinhold Würth und den Ampelparteien eine Fortsetzung ihrer Einstellungen gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern unserer Bundesrepublik, damit erweisen sie unserem Land einen großen Dienst und wir bekommen den lange ersehnten Richtungswechsel hin zu einer bürgerlich, konservativen und vor allem demokratischen Politik.
